Bitcoin-Transaktionen
Bei einer Transaktion werden Bitcoin von einer Adresse an eine andere gesendet (Peer-to-Peer)
In diesem Kapitel erfahren Sie die grundlegende Funktionsweise, wie Bitcoin-Transaktionen durchgeführt werden:
- Transaktionserstellung
Bob möchte eine Zahlung an Alice durchführen. Bob wählt nun die Bitcoin-Empfangsadresse von Alice aus und wählt anschließend die Anzahl der Bitcoin, die er Alice senden möchte.
- Noch nicht ausgegebene Bitcoin auswählen
Bobs Wallet-Software wählt inzwischen die vorher empfangenen Bitcoin Beträge aus und verwendet diese für die neue Transaktion.
- Transaktionsgebühr
Bob wählt jetzt eine Transaktionsgebühr, um den Miner zu belohnen, seine Transaktion in den nächsten Block aufzunehmen.
- Digitale Unterschrift
Bobs Wallet verwendet nun seinen privaten Schlüssel, um die Transaktion zu unterschreiben (signieren) und um zu beweisen, dass die Bitcoin Bob gehören.
- Transaktionsverteilung
Die signierte Transaktion wird im Bitcoin-Netzwerk verteilt.
- Prüfung durch Miner
Ein Bitcoin-Miner nimmt die Transaktion auf und prüft, ob diese den Regeln des Netzwerkes entspricht.
- Proof-of-Work Mining
Ein Miner löst das Proof-of-Work-Puzzle und fügt die Transaktion dem neu gefundenen Block hinzu.
- Blockchain Eintrag
Der neu erstellte Block mit den Transaktionen wird nun der Blockchain hinzugefügt.
- Transaktionsbestätigung
Wenn genügend Blöcke der Blockchain hinzugefügt worden sind, dann gilt die Transaktion von Bob als final bestätigt, da diese nun nicht mehr verändert werden kann.
Bitcoin-Transaktionsfluss Diagramm
Replace-by-Fee (RBF)
Bei Bitcoin-Transaktionen fallen Gebühren an, die dafür sorgen, dass Transaktionen von Minern verarbeitet und in die Blockchain aufgenommen werden. Die Höhe der Gebühren variiert je nach Netzwerklast und Dringlichkeit der Transaktion. RBF ist eine Funktion, mit der Sie eine bereits gesendete Transaktion aktualisieren können, indem Sie eine höhere Gebühr hinzufügen. Wenn Sie eine RBF-Transaktion initiieren, können Sie die Gebühr später erhöhen, falls die Transaktion aufgrund niedriger Gebühren feststeckt oder sich verzögert.
Der Mempool
Der »Mempool« (Bitcoin-Speicherpool) ist ein wesentlicher Bestandteil des Bitcoin-Netzwerks. Er dient als Warteschlange für alle Transaktionen, die noch in einen Block aufgenommen werden müssen. Diese Transaktionen warten auf Bestätigung. Wenn eine Bitcoin-Transaktion gesendet wird, wird sie an alle Knoten im Netzwerk weitergeleitet. Anschließend nehmen Miner die Transaktionen auf und gruppieren sie in Blöcke, die dann zur Blockchain hinzugefügt werden. Bevor eine Transaktion in einen Block aufgenommen werden kann, muss sie von den Minern bestätigt werden. Dabei wird die Transaktion in einen Block eingefügt, der dann erfolgreich an die Blockchain angehängt wird.
Der Mempool ist der Ort, an dem Transaktionen warten, bis sie von einem Miner ausgewählt und in einen Block aufgenommen werden. Da die Blockgröße begrenzt ist und die Anzahl der Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk variieren kann, kann es zu Engpässen im Mempool kommen, insbesondere in Zeiten erhöhter Transaktionsaktivität.
Die Position einer Transaktion im Mempool wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, darunter die Transaktionsgebühr, die mit der Transaktion verbunden ist, und die Größe der Transaktion. Höhere Gebühren können dazu führen, dass Transaktionen priorisiert und schneller von den Minern verarbeitet werden.
Zusammengefasst ermöglichen Bitcoin-Transaktionen den einfachen und sicheren Transfer von Bitcoin zwischen Nutzern. Dabei werden Bitcoin von einer Bitcoin-Adresse zur anderen versendet. Die Transaktion selbst wird durch die digitale Signatur des Senders und die Überprüfung durch das Bitcoin-Netzwerk abgesichert, wo die unverarbeiteten Transaktionen so lange im Mempool warten, um von Minern verarbeitet zu werden.

Quelle: Bitcoin Memory Pool, mempool.space